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Presseberichte

Diese Berichte stehen zur Auswahl (bitte anklicken, um direkt zum Bericht zu springen):

2013

2012

2011

2010

2009


Presseberichte

Jahr 2013

Schleppertreffen ertrinkt im Dauerregen

27.05.2013 - (von Frieder Scholtes) "Es kann noch so lange regnen, einmal geht dem Himmel doch das Wasser aus", sagt ein Deutsches Sprichwort. Doch darauf warteten die Schlepperfreunde aus nah und fern, die sich für das Schleppertreffen des Heimatvereins Kronau angekündigt hatten, ebenso vergebens wie der Veranstalter. Statt der 150 Landmaschinen-Eigner hatten sich lediglich 30 auf die Fahrt nach Kronau gemacht und wer die luftigen mit Freiluftsitzen versehenen Traktoren anschaute -auch das taten nur die Unentwegten- hatte dafür viel Verständnis. So zollte der Schirmherr der Veranstaltung Bürgermeister Jürgen Heß den Schlepperfreunden aus Stutensee-Staffort, die eine 45 minütige Anfahrt durch die windgepeitschten Regenschnüre in Kauf nahmen, seinen Respekt. Ihnen überreichte er einen Pokal für die längst Anfahrt.

Jürgen Just hatte zu Demonstrationszwecken seine selbst gebaute Holzsägeanlage aufgebaut. Allerdings waren kaum Regenresistente Zuschauer vor Ort, als er seiner feuchten Arbeit nachging. Er schaffte es trotzdem das mitgebrachte Holz bis auf das letzte Scheit zu zersägen und seine Fuhre nach Hause zu bringen. Seine lobenswerte Beharrlichkeit hat er auf jeden Fall demonstriert. Diese bewies auch Rudi Jonitz der den ganzen Tag über die Besucher, allerdings im warmen Vereinsheim der Guggemusik „Bärämadd´l“, unermüdlich über sein altes Handwerkskunst-Hobby Klöppeln und Spinnen informierte und die Techniken vorführte.

Auch viele Mitglieder bewiesen Ausdauer, teils im ungemütlichen Außenbereich, bei nur niederen einstelligen Temperaturen beim Bewirten der Gäste. Ein Großteil des selbst gebackenen Holzofenbrotes ging über die Backtheke, wie auch viele gespendeten selbst gebackenen Kuchen zum heißen Aufwärm-Getränk
 

Jahr 2012

Dank Heimatvereinspende: Friedhofstor in neuem Glanz

29.10.2012 - (von Frieder Scholtes) Nach dem Schweizer Volksbühnenautor Otto Baumgartner-Amstadt „…sieht man auf dem Friedhof, wie die Zeit vergeht“. Das traf auf dem Kronauer Gottesacker nicht nur auf die Grabmale und deren eingemeißelte Inschriften zu, sondern auch auf das ehemals pompöse Eingangsportal, von dem man aufgrund der eingemeißelten Jahreszahl 1766 annahm, dass es den Umzug des Kirchhofs von der Kirche zum jetzigen Ort im Jahre 1822 bzw. dessen Erweiterung 1841 mitgemacht hat. Auch die Steine der Einfriedigungsmauer wurden beim Umzug wieder verwendet. Die vergehende Zeit, mit allen jahreszeitlichen Wetterunbilden und nicht zuletzt die Folgen der Umweltverschmutzung der Neuzeit, hatten arg am weichen Sandstein genagt. Das schmiedeiserne Tor hing schief in den Angeln und war nur mit Kraftaufwand zu schließen und wurde schließständig offen halten. Das war nicht nur den Mitgliedern des Heimatvereins, der sich die Erhaltung der Kronauer Kleindenkmale zur Aufgabe gemacht hat, ein Dorn in den Augen. In der dem Heimatverein eigenen Art hieß es „Ärmel hoch und an die Arbeit“. Der Kronauer Steinmetzmeister Klaus Hillenbrand erstellte ein erstes Gutachten, das die spontane Zustimmung der Mitglieder erfuhr und der die Zustimmungsanfrage beim Bürgermeister folgte.

Alsbald nahm Steinmetz Hillenbrand seine Arbeit auf, während das schmiedeiserne Tor von Josef Wittek und den Heimatvereinsmitgliedern Theo Gassner, Rainer Keppelen, Siegfried Krüger und den Fachleuten der Firmen Schlosserei Knebel und Ortner Blechverarbeitung abgenommen, gereinigt, gerichtet, sandgestrahlt und pulverbeschichtet wurde. Inzwischen hatten die Profis um den Steinmetz Hillenbrand die Torsäulen und die Gesimse ausgebessert,  die Säulenkugeln neu gefertigt und angebracht und den Stein gehärtet. Das Freilegen der Mauersockel aber brachte neue Bausünden zu Tage. Die Fundamente waren aus allerlei Materialien wie Backsteinen, Ziegeln, und Sandsteinbrocken als billige Füllungen, gegossen. Der Vorschlag war eine neue Sockelverkleidung aus Sandstein. Die Bauhof- Mitarbeiter hatten zwischenzeitlich den Gehweg ausgehoben, erneuert, und den neuen Höhenverhältnissen angeglichen.

Die offizielle Übergabe fand unter großem Interesse der Mitglieder des Heimatvereins und den an den Arbeiten beteiligten statt. Bürgermeister Jürgen Heß dankte den Firmen und privaten Helfern, allen voran auch dem über achtzigjährigen Schlossermeister Walter Kehrer für ihre Hilfe, ganz besonders aber den Mitgliedern des Heimatvereins, die sich erneut für den Erhalt eines kulturgeschichtlichen Baudenkmals eingesetzt und ermöglicht haben. Er übernahm aus den Händen des Vorsitzenden Josef Wittek den Schlüssel für das restaurierte Friedhofstor, dessen Worte in Mundart man durchaus auch in Zukunft auf die Goldwaage legen darf: „Weidämachä, ohner zahlts!“
 

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Grabmale-in-der-FriedhofsmauerGrabmale in der Friedhofsmauer

06.06.2012 - (von Frieder Scholtes) Zwei alte Grabmale sind Bestandteil der alten Friedhofsmauer. Während das eine Grabmal zum Grab des ehemaligen Bürgermeisters Georg Josef Moch gehört, in dessen Amtszeit (1861-1870) der Bau und die Einweihung der Kirche fiel, ist von der Inschrift auf dem anderen Grabmal nichts mehr zu sehen. Es könnte sich aber ebenfalls um ein Ehrengrab (mit ewiger Liegezeit) gehandelt haben, worauf die kunstvolle Gestaltung des Sandsteinmonuments deutet. Falls jemand aus der Bevölkerung Angaben (aus mündlicher oder schriftlicher Überlieferung) machen kann, möge er sich bitte beim Heimatverein melden.

Friedhofsportal kurz vor der FertigstellungÜbergabe der Platte Friedhofstor

06.06.2012 - (von Frieder Scholtes)„Denkmäler schützen heißt nicht Genuss suchen, sondern Pietät üben“. Der dies schon Ende des 19. Jahrhunderts sagte, war Georg Dehio ein deutscher Kunsthistoriker. Zwar nicht durch ihn, aber gewiss in seinem Sinn handelt der Heimatverein Kronau, der sich der Pflege der Kronauer Kleindenkmale verschrieben hat. Im doppelten Wortsinn übte der Heimatverein Pietät bei der Restaurierung und Sanierung des Friedhofportals, das in nächster Zeit im neuen (alten) Glanz erstrahlt. Vor Wochenfrist hat der Kronauer Steinmetzmeister Klaus Hillenbrand die letzte Sandsteinplatte (Inschrift: Friedhofseingang, vom Heimatverein 2012 saniert) gesetzt und damit die Friedhofsmauer enorm aufgewertet. Diese war sehr brüchig und musste außerdem unterfangen werden, weil der Gemeindebauhof den Gehweg erneuert, diesen nun auf Straßenniveau abgesenkt hat und ihn somit barrierefrei begeh- und befahrbar gestaltete. Alles zusammen, die Sanierung des Sandsteinportals (wobei die brüchigen Kapitelle und die Säulenkugeln erneuert werden mussten) und die fachgerechte Anpassung des Gehwegs bilden nun eine gelungene Symbiose, die dem Denkmalschutz und der Pietät Rechnung tragen.
 Die vermeintliche Diskrepanz bei der Verwendung von gelbem und rotem Sandstein schwindet, wenn man das ursprüngliche Steinmaterial betrachtet. „Das Portal war einmal ein Teil des Friedhofs bei der Kirche, die wie man noch heute sehen kann, ebenfalls mit rotem und gelbem Sandstein gebaut wurde“, sagt Fachmann Klaus Hillenbrand. Das noch fehlende schmiedeeiserne Tor steht ebenfalls kurz vor seiner Fertigstellung.

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Bild-Ferienprogramm-HV-2012Ferienspassprogramm 2012 - Entdeckungsreise

13.08.2012 - (von Frieder Scholtes) Im Rahmen des Ferienspaßprogramms ging der Heimatverein mit den Ferienspaßkindern auf Entdeckungsreise. Ziel der Rundfahrt auf der Kronauer Gemarkung waren die Kleindenkmale, die zu pflegen bzw. zu erhalten sich der Heimatverein zur Aufgabe gemacht hat. Das Forsthaus war Start und Ziel der beiden Gruppen in die man die Kinder aufgeteilt hatte. Etappenziele waren die Kirche, das Feldkreuz "Rotes Kreuz", die Kreuzung alte Speyerer Straße, das Waldkreuz am Hardlacher Weg, das Kreuz und die daneben- bzw. gegenüberliegenden Kreuze und die Leonarduskapelle sowie der alte Grenzstein an der Bahnhofstraße, der die Gemarkungsgrenze markiert. Der weiteste Weg führte zum jenseits der Autobahn mitten im Wald liegenden "Zipperlins Gedenkstein". Ihr Wissen um die Geschichten der Kleindenkmale gaben die Begleiter des Heimatvereins sehr kompetent an die Kinder weiter. Der kleinen Gemarkungsexkursion folgten eine leckere Pizzamahlzeit und ein Spielenachmittag.
 

2. Backofenfest - Heimatverein hofft auf Wiederholung des Vorjahreserfolgs2-Backofenfest

30.04.2012 - (von Frieder Scholtes) Nur wenige Stunden brauchten die fleißigen Helfer der Bäckermeister Josef Ritschel und Klaus Hartard mit ihren Backassistenten Birgit Gaßner und Thorsten Moch, um ein Unmenge an knusprigen Broten, köstlichen Fladen und leckeren Kuchen an den Mann/die Frau zu bringen. Der neue Backofen, den der Heimatverein in die ehemalige Back-(Wasch)stube des Kronauer Forsthauses einbauen ließ, hatte seine Feuertaufe bestanden. Das Brot duftete über viele Häuser hinweg, und die Kunde davon lockte viele Besucher aus dem Umland in den Forsthaushof. Schon am frühen Nachmittag hieß es „Ausverkauft“. Beim 2. Backofenfest am 6. Mai möchte der Heimatvereinsvorsitzende Josef Wittek vorsorgen. Deshalb hat er neben Josef Ritschel und Klaus Hartard mit Steffen Ritschel einen dritten Bäcker gewonnen, so dass die Kapazität des Backofens mit zwei Backflächen von je 2,6 qm Backfläche noch effizienter ausgelastet werden kann.

Die Kuchenbäcker haben weitere Köstlichkeiten versprochen. Ins Angebot werden neben den lecker belegten Fladen auch Streusel- Zimt-, Apfel- Rhabarber-, und Kirschkuchen, genommen. In den Regalen warten krosse mit leckerem „Knärzl“ versehene Brote stehen.

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Heimatverein will Friedhofstor sanieren - Schnelle Abhilfe tut NotFriedhofstor-vor-Sanierung

24.04.2012 - (von Frieder Scholtes) „Ein gepflegter Friedhof hat immer etwas Freundliches und mit dem Tode Versöhnliches, er erinnert mehr an die Auferstehung, als an den Tod“. So beginnt sinngemäß der Autor der alten Kronauer Ortschronik Albert Fuchs sein Kapitel über den Friedhof. Um das Jahr 1822 wurde dieser von der Kirche zu seinem heutigen Platz verlegt und bereits zwanzig Jahre später erweitert. Für die Friedhofsmauer des Erweiterungsteils wurden teilweise die Steine des alten Friedhofs bei der Kirche verwendet. Da liegt es nahe, dass auch die Toreinfassung des alten Friedhofs hierher versetzt wurde. Das schöne Portal, anno 1766 aus rotem Buntsandstein gehauen, „ziert“ heute noch den Friedhofseingang. Allerdings ist das Wort „Zier“ kaum noch anwendbar, denn an dem weichen Stein hat arg der Zahn der Zeit genagt. Der Heimatverein hat sich der Pflege der Kronauer Kleindenkmale angenommen und möchte nunmehr den Friedhofseingang restaurieren. Dazu hat man den Kronauer Steinmetz und Restaurator Klaus Hillenbrand eingeladen und um eine Begutachtung des Objekts gebeten.

Beim Treffen der Vorstandschaft mit dem Fachmann vor Ort erläuterte Hillenbrand die Maßnahmen, die notwendig sind um die Torpfosten, die etliche Sprünge und Risse aufweisen, zu restaurieren und für viele weitere Jahrzehnte zu erhalten. Dazu wird der Meister einiges an Restaurationsmörtel verwenden, die brüchigen Teile aber müssen alle komplett neu hergestellt werden.
Vom Absturz gefährdet sind vor allem die Kugelköpfe der Säulen, während die Kapitelle, Schäfte und Basen der Pfosten ausgebessert und aufgearbeitet werden können.

Aber nicht nur die Sandsteinbauteile müssen saniert werden. Auch das schmiedeeiserne Tor hat unter Wind, Wetter, Sturm und Regen gelitten. Die Rahmen müssen gerichtet, die Stäbe und deren Spitzen begradigt bzw. erneuert werden. Das Sandstrahlen des Tores soll den alten Anstrich entfernen, eine abschließende Verzinkung und Pulverbeschichtung den beständigen Rostschutz garantieren. Einen ersten mündlichen Kostenvoranschlag des Steinmetzes befanden die Vorstandsmitglieder für fair. Die Arbeiten am Tor werden von fachkundigen Vereinsmitgliedern übernommen. Nach schriftlicher Vorlage des Angebots und der Zustimmung der Gemeinde, kann mit der Arbeit begonnen werden. Der Heimatverein wird somit einen Beitrag dazu leisten, dass der Friedhof bleibt was er seit Jahrhunderten ist: „Ein würdiger Ort Trauer, der Begegnung, der Erinnerung und der Besinnung“.

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Emsiger Heimatverein mit positiver Bilanz

14.03.2012 - (von Frieder Scholtes) Eine überaus positive Bilanz zog der Vorsitzende des Heimatvereins Josef Wittek bei der Generalversammlung über die vielfältigen Aktivitäten die von den Mitgliedern im abgelaufenen Jahr durchgeführt wurden. Sein Maßnahmenkatalog außerhalb der neun Monatsversammlungen und Vorstandsitzungen zeigte siebzehn Termine auf, an denen die Mitglieder und ganz besonders die Funktionsträger gefordert waren. Vom Backofenfest über das Schleppertreffen, die Theaterabende und der Werzwischweihe reichte die Reihe der besonderen Veranstaltungen, wobei sich der Verein auch an der Ferienspaßaktion und am Jubiläumsumzug des Musikvereins beteiligte. Auch drei Mitglieder, darunter das Gründungs-mitglied Manfred Haas, mussten die Heimatvereinler auf dem letzten Weg begleiten. Ihrer gedachten die Anwesenden zu Beginn der Versammlung. Josef Wittek lobte besonders die Einsatzfreudigkeit und den Fleiß seiner Mannschaft, die stets Gewehr bei Fuß stand wenn es um den Heimatverein ging. Er bedankte sich auch beim Bürgermeister Jürgen Heß über die stets vorhandene Loyalität und den ersprießlichen Dialog mit dem Heimatverein. Besonders die großen Veranstaltungen wie das Schleppertreffen, das Backofenfest und die drei Theaterabende wurden mit Bravour gemeistert. Dafür dankte Wittek besonders Thorsten Moch als Wirtschaftsausschuss- Vorsitzender und dessen fleißiger Truppe.

Auch um die Nutzung des Forsthauses gab es für den Verein viel zu tun, zu planen und zu besprechen. Josef Wittek hob hervor, dass hier bei allen Themen, wie auch bei den meisten anderen Vorhaben eine enge Zusammenarbeit mit dem Rathaus und dem Bürgermeister gepflegt wird. Schriftführer Helmut Braunecker schloss sich dem Bericht des Vorsitzenden an und da diese sehr ausführlich waren brauchte er sie nur durch die statistischen Details ergänzen. Den Bericht der Theaterchefin Birgit Gaßner die leider erkrankt fehlte, verlas Josef Wittek. Sie freute sich über ständig wachsende Zuschauerzahlen bei den drei Aufführungen.

Sie dankte ganz besonders ihren Akteuren, die die harten Wochen der intensiven Probearbeit und die stressigen Tage der Aufführungen auf sich nehmen. Auch die „Nebentätigkeiten“ ihrer Darsteller hob sie heraus so war Helmut Braunecker für das Skript zuständig, Thorsten Moch für den Wirtschaftsbetrieb und gemeinsam mit Uta Türmer und Birgit Heger für die Bühnengestaltung. Gaßner dankte auch Kulissenbauern Josef Wittek, Rainer Keppelen, Siegfried Krüger, Rainer Keppelen und Theo Gaßner. Die Plaket und das Layout für die Eintrittskarten stammen von Karin Weidner die Fotokollagen bei der Ausstellung erstellt Uta Türmer.

Thorsten Moch bedankte sich vor allem bei seinen Mitstreitern im Wirtschaftausschuss, besonders hob er Ellen Vetter hervor, bei der viele Fäden zusammenliefen.

Der Bericht über die Vereinsfinanzen von Kassenhalter Nico Vurnik wurde zur eindrucksvollen Bestätigung der erfolgreichen Vereinsarbeit. Sein Abgleich von Soll und Haben zeigte dass sich die mühevolle Arbeit letztendlich auch etwas gelohnt hat und der Verein auch weitere Maßnahmen im Sinne der satzungsgemäßen Verwendung der Gelder angehen kann. Sie zeugten aber auch von der großen professionellen Akribie seiner Kassenführung. Dies bestätigten auch die Kassenprüfer Roland Just und Rolf Acker.

Bevor Jürgen Heß die Entlastung der Vereinsverwaltung beantragte, die im übrigen im Anschluss einstimmig beschlossen wurde, bedankte er sich in seinen Eigenschaften als Bürgermeister und Mitglied für die Arbeit des Heimatvereins, die oft auch ein Dienst an der Allgemeinheit ist. Er hob die Theaterspieler und die vielen Helfer hervor die stets mit Eifer bei der Sache sind. Heß gab einen Abriss über die Tätigkeiten rund um die Forsthaussanierung und das weitere Fortgehen im Forsthausareal, die den Bau eines neues Kindergartens und einer Senioreneinrichtung beinhaltete. Der Bürgermeister dankte Josef Wittek für den engen Dialog mit dem Rathaus und die Übernahme von Eigenleistungen im Bereich Heimatmuseum.

Die Wahl der gesamten Vorstandschaft brachte folgende, durchweg einstimmige Ergebnisse:
1. Vorsitzender:  Josef Wittek
2. Vorsitzender:  Thorsten Moch 
Schriftführer:   Helmut Braunecker
Kassier:  Nico Vurnik
Wirtschaftsausschuss: Thorsten Moch
Kassenprüfer: Roland Just, Rolf Acker
Pressewart: Frieder Scholtes
Die Leiterin der Theatergruppe Birgit Gaßner wurde vom Ensemble gewählt und von der Vereinsversammlung bestätigt.

Die Planungen für das Vereinsjahr 2012 sehen neben den Theateraufführungen zwei Backofenfeste vor.
Die Arbeiten am Forsthaus sollen demnächst schon begonnen werden. Als Vorhaben in Sachen Kleindenkmale soll die Renovierung des Friedhoftores angegangen werden. Erste Sondierungsgespräche mit dem Steinmetz wurden bereits geführt.
Thorsten Moch kündigte die Teilnahme am Ferienprogramm der Gemeinde und eine Besichtung des SWR in Rust als Ausflugsfahrt an. Die nächste Versammlung findet am 12. April 2012 im Vereinsraum statt

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Heimatverein Kronau - Legende aus der Kronauer Gemeindegeschichte: „So wahr mein Schöpfer über mir ist“Kronauer-Grenzstein,-Legende-Kochlöffel

24.01.2012 - (von Frieder Scholtes) Die Legende ist eine dem Märchen, als auch der Sage verwandte literarische Gattung, meist hartnäckig als Wahrheit verfochten von den Einen, von den Widersachern aber als Erfindung aus dem Reich der Fabel belächelt. Legenden halten sich durch mündliche Überlieferung ewig und werden immer wieder hervorgeholt und aufgewärmt, nur beweisen lassen sie sich nie. Auch Kronau hat eine solche Legende, die sogar in die Chroniken der Gemeinde, wenn auch nur andeutungsweise Einzug hielt. Es geht um das Gewann Schweikhof an der östlichen Gemarkungsgrenze von Kronau. Die Feld- und Wiesenflächen sind zwar Teil der Mingolsheimer Gemarkung, in den Grundbüchern standen und stehen aber vorwiegend Kronauer Eigentümer. Diese Tatsache allein genügte schon den Verdacht zu schüren, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann.
Auch die Amtsschimmelgeschichte des damaligen Kreisdirektoriums in der Geschichte von Kronau (Prof. Dr. Konrad Dussel), das nach der Säkularisation 1803 einiges an Neuordnungen zu bewältigen hatte, schürten das Unwohlsein über eine eventuelle Übervorteilung.

Die Kreisgrenze zwischen dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Karlsruhe verlief entlang des Landgrabens. Allerdings gehörte Kronau zum Amt Philippsburg, das dem Rhein-Neckar-Kreis zugeschlagen wurde. Mingolsheim und Langenbrücken dagegen gehörten zum Amt Bruchsal und somit zum Kreis Karlsruhe.
Der Antrag der Kronauer im Jahr 1812 sah vor, die Schweikhofwiesen nunmehr dem Amt Philipsburg zuzuschlagen, zumal dorthin ja auch die Abgaben zu zahlen seien. 
Das Hin und Her ging bis zum Jahr 1832, als die Kreiseinteilung aufgegeben wurde und Mingolsheim und Kronau wieder zur selben Oberbehörde gehörten.

Da allerdings stellte die Steuerbehörde fest, die Schweikhofwiesen hatten -über Kislau- schon immer zu Mingolsheim gehört und da blieben sie trotz der Kronauer Änderungswünsche auch.

Die Legende besagt, dass bei der Neuordnung der Gemarkungsflächen der Grenzstein von einem Mingolsheimer Amtmann kurzerhand um einige hundert Meter in Richtung Westen bis nahe an den Ortsetter versetzt wurden. Er habe seine angenommene Missetat bestritten und vor der Obrigkeit seine Aussage mit dem Schwur, „So wahr mein Schöpfer über mir ist“ bekräftigt.
Listigerweise soll der Amtmann unter seinem Hut einen Suppenschöpfer versteckt haben. 
Immer wieder flammt die Mär um den „Kochlöffler“, wie der fintenreiche Beamte in Kronau genannt wird, auf.
Der alte Grenzstein aus dem Jahr 1841, der sich fast verschämt hinter dichtem Gestrüpp an der Straße nach Mingolsheim versteckt, sagt aber auch nicht anderes. Seine westliche Seite trägt die Aufschrift Kronau, ostwärts steht der Name Mingolsheim. Aber Richtung Süden und Norden stand da ursprünglich etwas anderes?

„Honi soit qui mal y pense –ein Schelm der Böses dabei denkt-„ sagte schon König Edward  III., als er  augenzwinkernd die Doppeldeutigkeit einer Aussage ausdrücken wollte

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Jahr 2011

Teilnahme am Festumzug des Musikvereins!

Auch der Heimatverein hat sich beim Festumzug beteiligt. Das Motto lautete "Historische Kleidung". Viele verschiedene Kleider konnten von den Zuschauern des Festumzugs bestaunt werden. Wir waren ein wahrer Augenschmaus für alle die dem Geschehen folgten.

Viele der Kleidungsstücke wurden von unserem Gründungsmitglied Irmgard Gassner nach historischen Fotografien nachgeschneidert. Hierfür bedanken wir uns bei Irmgard. Danken möchten wir auch den Teilnehmenden, die diese Gruppe so lebendig gemacht haben.
Die Vorstandschaft.

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Ferienprogramm 2011

Auch dieses Jahr hat sich der Heimatverein wieder am Ferienprogramm beteiligt. Nachdem man sich am Bahnhof getroffen, alle Namen notiert und die Gruppen eingeteilt hatte ging es mit dem Zug nach Mannheim. Zum Glück haben alle einen Sitzplatz bekommen und so packten einige schon ihr Vesper aus.

In Mannheim ging es nach einem kurzen Fußmarsch mit der Straßenbahn weiter ins Planetarium. Dort unternahmen wir eine Reise die uns 13 Millionen Lichtjahre von der Erde wegführte und uns einen gigantischen Blick auf die einzelnen Planeten und Sterne zeigte. Aber auch die einzelnen Sterne, die wir Nachts am Himmel sehen wurden uns erklärt, der große Wagen, der Polarstern und unsere Sternzeichen waren zu sehen. Nach 80 Minuten waren wir wieder in Mannheim gelandet und mussten uns erst wieder an das Tageslicht gewöhnen. Nun mussten wir wieder in die Straßenbahn steigen und Richtung Schloss fahren. Doch vorher gab es eine kleine Stärkung die uns von unserem Versorgungsauto vor der Schlosskulisse gereicht wurde.

Hier war es das Mannheimer Schloss, eine große Barockanlage, die nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Hier wurde uns die Geschichte der Kurpfalz und des Großherzogtums Baden in den Räumen von damals erzählt, Thronsaal, Speisesaal, Kaiserzimmer und die Räume der Großherzogin Stephanie, die das Mannheimer Schloss als Witwensitz bewohnte. Nach der Gründung des Landes Baden ist Mannheim eine badische Stadt. Sie bescherte Mannheim wieder eine Blütezeit. Nach dem Bestaunen der Wandteppiche, dem kostbaren Mobiliar und den unzähligen Fragen der Kinder wandelten wir wie Prinzessinnen und Prinzen durch das Schloss. Obwohl man den Worten der Schlossführer noch lauschen konnte, mussten wir schon wieder die Heimreise antreten. Glücklich und vollzählig sind wir in Kronau wieder angekommen.

Danke an die Gemeindeverwaltung, die mitfahrenden Helferinnen und Helfer, das Versorgunsauto und natürlich an euch Kindern. Wir wünschen euch noch schöne und erholsame Ferien.
Thorsten Moch

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Backofen beim Forsthaus erstmals in Betrieb

(von Frieder Scholtes) Seine „Feuertaufe“ unter realen Bedingungen bestand der vom Heimatverein im Forsthaus Areal neu gebaute Backofen mit Bravour. Erstmals sollte richtiges Brot gebacken werden. Und dazu sicherte man sich den Beistand des erfahrenen Bäckermeisters Klaus Hartard, der auch gleich den Teig für drei große Brot-Laibe mitbrachte.

Wie es sich gehört wurde der Teig in den Original-Backformen angeliefert und von den fleißigen Helfern des Ofenbauers, Rainer Keppelen und Josef Wittek, „eingeschossen“.

Zuvor wurde der Ofen natürlich auf Temperatur gebracht, indem auf der Backfläche ein Holzfeuer entzündet wurde das, nachdem der Ofen seine Temperatur erreicht hatte, von den Brandrückständen wieder gesäubert wurde.

Für die leckeren Zimt- und Apfel- Blechkuchen, die anschließend fleißige Hobbybäckerinnen zum Backhaus brachten, musste der Ofen erst auf ca. 100 Grad „herunterkühlen“.

Das inzwischen knusprige Brot wurde jedoch erst einmal aus dem Ofen geholt und nachdem die Qualität geprüft war ein erster Laib an Bürgermeister Jürgen Heß ausgeliefert. Da dieser ein Chef ist, der teilen kann ließ er auch seine Belegschaft an dem köstlich krossen Backerzeugnis teilhaben.

Zu bemängeln war nur eines: Es fehlte das „Knätzl“, das früher entstand, wenn die Brote beim Backen dicht aneinander lagen. Dazu war, bei nur drei Broten die Backfläche zu groß. Man wird dies bei künftigen Backtagen beachten müssen, denn früher waren die „Knätzlin“ die Beute für diejenigen, die das frische Brot beim Bäcker mit dem Leiterwagen abholten.
 

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Heimatverein setzt Beschluss der Hauptversammlung um

(von Frieder Scholtes) Der überdimensionale Scheck, den der Vorsitzende des Heimatvereins Kronau Josef Wittek mitgebracht hatte, war nur für den Fotografen. Wichtiger ist die Überweisung der 1.000 Eurospende durch den ebenfalls anwesenden Hauptkassier des Heimatvereins Nico Vurnik auf das Spendenkonto der Pfarrgemeinde.

Pfarrer Bernd Kempf bedankte sich beim Heimatverein für die großzügige Gabe und hoffte auf viele Nachahmer, zumal er auf die Großmut seiner Pfarreiangehörigen weiterhin angewiesen ist.

Er plauderte mit den beiden Vorstandsangehörigen, wobei Nico Vurnik in seiner Eigenschaft als Mitglied des Pfarrgemeinderats, die Sorge des Ortsgeistlichen um die Finanzen für das Großprojekt teilte. Pfarrer Kempf erwähnte dabei, dass der ursprüngliche Kostenrahmen wohl nicht zu halten sei. Kaum sei man die Sanierung angegangen und hatte das Gemäuer aus Naturwerkstein überprüft wurde klar, dass die Schäden, durch eindringendes, anschließend gefrierendes und dadurch Teile des gelben Sandsteins weg sprengendes Wasser, viel größer waren als angenommen.

„Die Schuttmengen, die die Arbeiter nach unten transportierten wurden immer größer, da ahnten wir schon, was auf uns zukommen könnte. Eine Nachbesserung ist unausweichlich, der Finanzierungsrahmen muss neu ausgelotet werden“, sagte Pfarrer Kempf.
Aber trotz der Hiobsbotschaft sind sich alle mit der Renovierung betrauten Personen einig: Die Reparaturen mussten sein, denn man konnte nicht riskieren, dass Kirchenbesucher durch vom Turm herabstürzende Gesteinsbrocken gefährdet worden wären. Wenn alle so großzügig auf unsere Sorgen eingehen wie der Heimatverein“, so hofft der Seelsorger, „werden wir auch eine Kostensteigerung in den Griff kriegen.“ Bernd Kempf gab sich zwar zuversichtlich, die Sorgenfalten allerdings waren nicht zu übersehen.

Wohlwollende Spender, denen der Erhalt des Kirchturms ebenfalls eine Herzensangelegenheit ist, mögen ihren Obolus bitte auf das Konto 7060122, BLZ 66350036, bei der Sparkasse Kraichgau überweisen.
 


Neueste Errungenschaft des Heimatvereins: Ein Original Mähdrescher der Firma Lanz aus dem Jahr 1957

10.05.2011 - (von Frieder Scholtes) Der Vorsitzende des Kronauer Heimatvereins Josef Wittek, öffnete das große Scheunentor des Forsthausareals und präsentierte die neueste Errungenschaft des Heimatvereins: Einen Original Mähdrescher der Firma Lanz aus dem Jahr 1957, den der einheimische Nebenerwerbslandwirt Hermann Just praktisch frisch vom Band weg erworben hatte. Der MD 18 S wie die Typenbezeichnung lautet, wurde im selben Jahr erstmals produziert und war mit einem gerade mal 34 PS starken Mercedes Motor ausgestattet, besaß einen Absackstand und hatte eine Schnittbreite von heute milde belächelten 180 Zentimeter. Der im strahlenden Gelb lackierte Mähdrescher war der ganze Stolz seines Besitzers, der mit der Erntemaschine noch bis in 80 er Jahre für sich selbst und für etliche Freizeitbauern im „Lohndrusch“ unterwegs war. Immerhin 18 Doppelzentner in der Stunde schaffte der MD 18 S. Das waren Welten zum vorherigen Verfahren, als das Getreide mit der Korbsense (Reff) geschnitten wurde und die Garben mit „Ärnstricklin“ gebunden und per Fuhrwerk zur Dreschmaschine gebracht werden mussten. Dort brauchten die Bauern viel Geduld, denn das ganze Dorf bediente sich oft nur einer Dreschmaschine, so dass lange Schlangen von Fuhrwerken das Straßenbild prägten. Die Maschine wurde mit den Garben beschickt, das Getreide gedroschen, die „Frucht“ abgesackt und das ausgedroschene Stroh abgenommen und auf die Fuhrwerke verladen.

Manfred, der Sohn des Hermann Just wusste zu erzählen. „Noch bis vor wenigen Jahren lief der Motor unseres Mähdreschers tadellos, und solange unser Vater lebte wurde die Maschine mindestens einmal im Jahr angelassen, um die Leitungen offen zu halten“.

„Wir haben die Maschine auch mal laufen lassen“, bestätigt Josef Wittek „der Motor scheint in Ordnung zu sein“. Sprach´s und machte sich mit seinem Edelhelfer Rainer Keppelen, sogleich daran die Maschine vom Dreck und Staub, mittels Lappen und Druckluft zu säubern. Schon bald glänzte das Firmenlogo „LANZ“, ein bekanntes Aushängeschild des modernen Landbaus der Nachkriegsjahre, wieder in sattem Rot auf gelbem Grund. Strahlen war auch in den Augen der Oldtimerfreunde, die die „gute alte Zeit“ noch miterlebt hatten. Ein Probesitzen auf dem Führerstand und ein kurzes Feeling des „Helfers“ Hugo Feuerstein auf dem seitlichen Absackstand ging den fast wehmütigen „das waren noch Zeiten“ Gesprächen voraus.

Der Mähdrescher wird beim 4. Schleppertreffen am 22. Mai zu sehen sein. Er ist der Blickfang beim Schwerpunktthema „Ernte damals und heute“, in dessen Rahmen unter anderem ein Schmied vorführt, wie die Sensen durch das fachgerechte „Dengeln“ für das mühsame Schneiden der Garben vorbereitet wurden. Besuchen sie die Ausstellung des Heimatvereins Kronau bei der viele historische Schlepper, Traktoren und Bulldogs zu sehen sind und schwärmen sie mit, von einer „guten alten aber mühseligen Zeit“.

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Marode Eingangstorpfosten am Friedhof - Restaurierung soll angegangen werden

31.01.2011 - (von Frieder Scholtes) Die beiden Torpfosten links und rechts des Haupteingangs zum Kronauer Friedhof weisen die eingemeißelten Zahlen A17 und 66 auf, also „anno 1766“. Der Friedhof wurde jedoch erst 1822 an seinen heutigen Platz verlegt, zuvor waren die Gräber rund um die Kirche angelegt. Das spricht dafür, dass die Torpfosten damals den Umzug der Gottesäcker in die Friedhofstraße mitmachten. Diese Annahme wird bekräftigt durch die Tatsache, dass die Kronauer Kirche in den 1760-er Jahren umgebaut wurde und wahrscheinlich der Eingang mit den repräsentativen Torpfosten versehen wurde. Seit mehr als 250 Jahren wurden die mit bildhauerischen Ornamenten versehenen Sandsteinsäulen von vielen Tausend Trauernden passiert, die ihren Lieben das letzte Geleit gaben und zu ihrem Gedenken um Ablass für deren Seelen beteten. Seit ehedem ist der Friedhof Treffpunkt der Hinterbliebenen, die Gräber pflegen und dabei auch ein Schwätzchen mit den anderen Besuchern halten. Friedhöfe gelten vor allem in den ländlichen Gebieten als Kommunikationsstätten ersten Ranges.

Deshalb muss die Pforte zu den Grabfeldern als eine Visitenkarte zu einer gemeindlichen Begegnungsstätte angesehen werden.
Dies sieht auch der Heimatverein Kronau so, dem solche ortsbildprägenden Kleinode sehr am Herzen liegen.
Der Zahn der Zeit hat dem weichen Sandstein sehr zugesetzt. Durch die Historie des Torensembles fühlt man sich aber verpflichtet, den Eingang in seiner Ursprungsform zu erhalten.
Der Vorsitzende Josef Wittek hat bereits den Steinmetzmeister Klaus Hillenbrand gebeten, die Kosten zu ermitteln, um schließlich die Instandsetzung mit Bürgermeister Jürgen Heß zu erörtern.
Wenn das Kostengefüge in den Rahmen passt, möchte der Heimatverein die Restauration in Auftrag geben.
Da die Absicht der Gemeinde, den vorderen Teil des Friedhofs schrittweise in gärtnerbetreute Grabfelder umzuwandeln schon weit fortgeschritten ist, wäre ein restaurierter Eingang eine passende Visitenkarte. In der letzten Gemeinderatssitzung kündigte Bürgermeister Heß das Vorhaben des Heimatvereins an, was angesichts der angespannten Finanzlage sehr willkommen ist.


Mundarttheater „Krunämä mit Kuddl un Labbä“ sorgt für dreimaligen Ausverkauf

30.11.2010 - (von Frieder Scholtes) Beste Noten und Kritiken für „Isch die Katz aus äm Haus“ - „Die besten Kritiker sind die Zuschauer“, sagte Jürgen Heß, Kronaus Bürgermeister und Schirmherr der Theaterveranstaltungen des Heimatvereins Kronau. Er lachte ebenso Tränen, wie mehrere Hundert weitere Besucher aus Kronau und der näheren und weiteren Umgebung. In drei Aufführungen des Dreiakters „Isch die Katz aus äm Haus..“ dominierten die schreiende Komik, die treffenden Witze, die perfekte Mimik und die urtümliche identifizierende Krunämä Mundart. Das Publikum kam nicht zur Ruhe, Zwerch- und Bauchfell mussten Schwerstarbeit leisten. Mal wurde der Kamasutra für einen japanischen Kleinwagen und Jack Daniels, Jonny Walker und Jim Beam für Freunde der amerikanischen Studentinnen gehalten. Mal wollte sich die Hauswirtschafterin (Karin Weidner)“schön saufen“ um auch einmal zu Monnsbild zu kommen. Den Opa (Helmut Braunecker) hielt sie für so alt, „dass sich die Maden schon die Servietten umbinden, wenn dieser durch den Friedhof läuft“.

Derb waren manchmal die Sprüche, aber immer im Rahmen des Zumutbaren. Schreiend war auch die Maskerade von Cowboy Opa, der sich den Colt wegen seiner überdimensionierten Körpermasse um den Oberschenkel schnallte. Umwerfend die Figur von Lebbold (Josef Wittek), der als „Mirabell Mathieu“ die beiden radebrechenden Studentinnen (Uta Türmer und Marleen Strominski) umgarnte. Das war auch das Bestreben des Kellners „Chrischdion“ (Thorsten Moch), der ansonsten, den in Geldsachen eher harmlosen Hausherrn abzockte.

Die schwergewichtige Chefin des Hauses (Maria Heß), die nach einer Abspeckoperation frühzeitig nach Hause kam, gewann die alte Liebe ihres Gatten Lebbold wieder und sorgte damit für Friede-Freude-Eierkuchen. Die elfte Spielsaison ging am Sonntag zu Ende und man wurde im Eindruck bestärkt, dass sich das seit vielen Jahren kaum veränderte Ensemble stetig verbessert. Schon kurz nach dem letzten Vorhang, gingen die Akteure zur Tagesordnung über. Noch am selben Abend wurden die Kulissen verstaut, die Requisiten eingepackt, die Wirtschaftsstände abgebaut, die Halle geräumt und sauber gemacht.

Dann war für Theaterchefin Birgit Gassner und den Heimatvereinsvorsitzenden Josef Wittek Zeit für ein Fazit. Auch sie waren vom Erfolg überwältigt und das wichtigste war für sie Dank zu sagen. Dank bezeugten die Beiden vor allem dem Schirmherrn Jürgen Heß, den beiden Kartenverkaufsstellen Just und Dammert, Frieder Scholtes für die Öffentlichkeitsarbeit, den Helfern beim Bühnenauf- und -abbau, den Kulissenbauern, den Hallenmeistern Vater und Sohn Bindel und den Helfern im Wirtschaftsbetrieb.

Josef Wittek aber dankte ganz besonders seiner Theatergruppe, die Jahr für Jahr den hohen Aufwand bei unzähligen Proben auf sich nimmt und ganz herzlich bei den vielen, vielen Zuschauern, die mit ihrem Besuch und brausenden Applaus die auch die diesjährigen Theatertage für die Akteure erneut zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

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Jahr 2010

Volkstheater „Krunämä mit Kuddl un Labbä“ vor dä Premiä - Isch die Katz aus äm Haus...

19.11.2010 - (von Frieder Scholtes) …so lautet der Titel des diesjährigen Dreiakters des Kronauer Volkstheaters. Dass auch die Vollendung des Satzes „.. tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ seine Berechtigung findet, davon kann sich das geschätzte Publikum ab dem kommenden Samstag (19.30 Uhr ) in der Kronauer Mehrzweckhalle überzeugen, wenn es heißt: „Vorhang auf und Bühne frei“ für dä Lebold, dä Lud, d´Madildä und ihre Kollegen und ihrem heiteren Kuddlmuddl. Längst verspüren die Akteure das Unruhegefühl im Bauch, das man Lampenfieber nennt. „Das“, so versichert die Theaterchefin Birgit Gassner, „geht allen Schauspielern so, selbst wenn sie schon zehn Jahre zum Ensemble gehören“. Das Theaterstück wird in Grunämärisch, dä Muddäsprooch der Darsteller aufgeführt, Simultanübersetzungen sind nicht vorgesehen. Das heißt natürlich für das Publikum der exzentrischen Ausdrucksweise der Schauspieler erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

Zum neuen Theaterstück:
Was Leopold der Wirt einer Kronauer Gastwirtschaft (Helmut Braunecker), Opa Ludwig (Josef Wittek) und der Kellner Christian (Thorsten Moch) unter dem Regiment der korpulenten Hausherrin (Maria Heß) mitmachen und täglich am eigenen Leib verspüren, erleben Sie am Besten hautnah als Zuschauer in der Halle. Auch die Hauswirtschafterin Marie (Karin Weidner) mischt munter mit und zwei amerikanische Studentinnen aus Heidelberg (Uta Türmer und Marleen Strominski), sorgen für muntere Verwicklungen.
Im Gegensatz zu den Akteuren brauchen sie aber nicht auf kulinarische Köstlichkeiten zu verzichten. Das Verpflegungsteam des Heimatvereins ist für Ihre feste und flüssige Versorgung bestens gewappnet. Wer mehr über das Theaterstück und die Schauspieler erfahren will, kann sich gerne auf der Homepage des Kraichgau TV unter dem Link.
http://www.landfunker.de/ktv/detail.php?rubric=2&nr=26351 informieren. Besser noch: Sichern Sie sich Eintrittskarten für eine der drei Aufführungen bei den Vorverkaufsstellen. Aufführungen:  Samstag,  20.11. 19.30 Uhr, Sonntag,   21.11. 18.00 Uhr, Samstag,  27.11. 19.30 Uhr. Bitte nicht vergessen: Die Aufführungen an den Samstagen beginnen jeweils bereits um 19.30 Uhr. Karten für 6.- Euro bekommen Sie nur im Vorverkauf bei Augenoptik Just, Hauptstraße 30, Tel. 4840 und Farben Elsa Dammert, Kirchstraße 20, Tel. 6429.


Forsthaus Nebengebäude in Kronau erhält neuen Backofen

16.11.2010 - (von Frieder Scholtes) Neudeutsch würde man sagen „Back to the roots“, zurück zu den Anfängen. Man spricht von der Ursprungsfunktion des Torhauses, das die Straßenseite des riesigen Forsthausareals in Kronau in nördlicher Richtung begrenzt. War das Nebengebäude ehemals Waschküche, Schlachthaus oder doch Backhaus? Für ersteres spricht die letztmalige Verwendung, für das Schlachthaus die Kachelung des Innenraumes, um das erlegte Wild zerlegen und verwerten zu können. Für das Backhaus aber der groß dimensionierte Kamin inmitten des Raumes und die Überlieferung. Sicher ist nur, dass das Häuschen für alle drei Funktionen herhalten musste. Der Heimatverein beauftragte, nachdem ihm vom Gemeinderat der eigentliche Forsthausteil als neues Domizil zugesagt worden war, Gerd Zepp, einen Ofenbauer aus Bell bei Maria Laach in der Eifel mit dem Einbau eines großen Backofens. Dieser machte sich in diesen Tagen ans Werk, nachdem er schon in der heimischen Werkstatt die eisernen Vorrichtungen für die Ofentüren gefertigt hatte.

Erst der Augenschein macht klar, welche Dimensionen der neue Backofen erhalten wird. Die Backflächen allein messen 200 x 130 cm und wenn man die 50 cm starken Mauern, die übrigens Bauhof–Maurermeister Helmut Tropf in sauberer Ziegelmauertechnik fertigt, hinzuzählt, misst die Grundfläche des Ofens gute 300 x 230 cm. Wenn man den Meister fragt, ob man einen Blick auf die Planzeichnung werfen darf, verneint er dies freundlich lächelnd. Es gibt keinen Plan und keine Zeichnung, denn Aussehen und Maße hat er alle im Kopf, nach seinen Angaben werden die Mauern hochgezogen.

Die beiden Backebenen werden übereinander angelegt, alle sechs Seiten mit Schamottsteinen ausgemauert, die Decken der Backkammern mit Gewölben versehen. Die Achtung für die beiden Fachleute, deren Freude am erlernten Beruf man förmlich spürt, steigt mit jedem Stein, den sie aufschichten und auch der Eifer, mit dem die beiden „Heimatvereins-Speisbuwe“ Josef Wittek und Rainer Keppelen bei der Sache sind, zeigt die große Vorfreude aufs fertige Werk. Der Phantasievolle riecht schon jetzt den Duft von frischem Brot „mitämä scheenä Gnäzl“.

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Neubepflanzung Kriegerdenkmal

12.10.2010 - (von Frieder Scholtes) Rechtzeitig zum Beginn der herbstlichen Trauertage, machten sich der Heimatverein - Vorsitzende Josef Wittek und Gärtnermeister Dietmar Dosch an die Bepflanzung des Kriegerdenkmals in Kronaus Ortsmitte. Kleine Koryphäengewächse und Stiefmütterchen sollen der kleinen Anlage um das Monument wieder zu einem frischen und gepflegten Aussehen verhelfen. Damit zeigte der Heimatverein einmal mehr, dass ihm die Denkmale und Kleindenkmale sehr am Herzen liegen, zumal wenn sie so Ortsbild prägend wie das Kriegerdenkmal sind.


Aus Waschhaus wird Backhaus

01.10.2010 - (von Frieder Scholtes) Das historische Gebäude-Ensemble des Kronauer Forsthauses hat es den Mitgliedern des Heimatvereins um deren Vorsitzenden Josef Wittek angetan. Kein Wunder, wird das historische Gemäuer doch in absehbarer Zeit mit dem Segen des Gemeinderats auch teilweise Domizil des emsigen Traditionsvereins sein. Viele Vorstellungen der Vereinsadministration sind bereits mit der Gemeinde als Eigentümerin des Anwesens abgeklärt. Zur Zeit werden Planung und Kosten für eine Sanierung und einen Umbau des Gebäudes erstellt und mit dem Sanierungsträger abgestimmt. Dann wird der Gemeinderat im Hinblick auf die Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel zu entscheiden haben. Vorab hatte der Gemeinderat dem Heimatverein zum Umbau des früheren Waschgebäudes bereits grünes Licht gegeben, sodass diese Maßnahmen vom Heimatverein in Angriff genommen werden konnte. Jetzt soll dieses frühere Waschgebäude, das der Überlieferung nach ursprünglich ein Backhaus war, wieder seinem originären Zweck zugeführt werden.

Das kleine Gebäude links der Toreinfahrt ist gut erhalten, lediglich das Biberschwanzdach musste ausgebessert werden.
Diese Arbeiten wurden in den vergangenen Tagen von einer Fachfirma erledigt, so dass nun der Backofenbauer mit seinem Werk beginnen kann. Der Ofen wird von einem Backofenbaumeister aus der Eifel an Ort und Stelle gemauert, ausgestattet und in Betrieb genommen. Baubeginn könnte Anfang bis Mitte Oktober sein. Die Vorfreude der Vereinsoberen ist ansteckend und begeistert den Aktivismus seine Mitglieder. Manchem phantasievollen Mitglied steigt schon jetzt der aromatische Duft von frisch gebackenem knusprigem Brot in die Nase.


Leonhardus Kreuz wird versetzt

27.07.2010 - (von Frieder Scholtes) „In aller Herrgottsfrühe rollte der Bagger an, mit dem Bauhofmitarbeiter Helmut Tropf die Grube für das neue Fundament des Leonharduskreuzes inmitten der kleinen Grünanlage in der St. Leonerstraße aushob. Nach dem Aushärten des Betons wird das Sandsteinkreuz vom unansehnlichen bisherigen Betonklotz befreit und auf das neue Fundament gesetzt. Dort wird es an Ort und Stelle von Steinmetzmeister Klaus Hillenbrand restauriert und der rote Buntsandstein mittels Injektionen gehärtet.

Dem Heimatverein Kronau unter seinem Vorsitzenden Josef Wittek ist der Erhalt der steinernen Zeitzeugen in Form von Kleindenkmalen eine Herzensangelegenheit, die man trotz künftig anstehender grosser Aufgaben nicht vernachlässigen will. Deshalb war Wittek auch dabei, als nach den gelungenen Restaurationsarbeiten rund um das Kriegerdenkmal und am Waldkreuz die dritte Maßnahme angegangen wurde.

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Filmabend des Heimatvereins über die Bombardierung Bruchsals im 2. Weltkrieg

31.05.2010 - (von Frieder Scholtes) Das Herz und das Gemüt rührte der Film über das unsinnige Bombardement der Stadt Bruchsal am 1. März 1945 allen Betrachtern im kleinen Saal der Merzweckhalle in Kronau an. Theo Gassner vom Heimatverein Kronau hatte den Filmabend vorbereitet, den der Vorsitzende Josef Wittek zusammen mit dem jungen Regisseur Dirk Weiler eröffnete.

Den Bruchsaler Filmemacher, der eigentlich Werbe-Trailer produziert, hatten die Erzählungen der Grande Dame einer Auftragsfirma dermaßen beeindruckt, dass er beschloss, die Apokalypse der früheren Kreisstadt bildnerisch zu dokumentieren. Sein Werk, das mit Unterstützung der Stadt Bruchsal, einigen Sponsoren und vielen Zeitzeugen entstand, wurde zum diesjährigen 65. Jahrestag des Bruchsaler Infernos in etlichen Kinos uraufgeführt. Ausgehend mit Bildern über die in der Vorkriegszeit malerische, anheimelnde Stadt mit herrlichen Häusern aus der Gründerzeit, etlichen Gebäuden aus dem Mittelalter und prächtigen Festungstürmen, zeigte der Film schließlich die Machtergreifung mit den militaristischen Nazi-Aufmärschen der SA und NSDAP vor und bei der Machtergreifung. Er zeigte die heroische Heimkehr der Sieger des Frankreichfeldzugs und dokumentierte den Schock der Zivilbevölkerung über die mehr zufällige als geplante erste Bombardierung am 20. September 1940, als die Bomber ihr Ziel Mannheim nicht fanden und ihre explosive Last über Bruchsal „entsorgten“.
Während der Experte Peter Huber über den Unterschied von strategischer und taktischer Bombardierung sprach und alles über die statistischen Einzelheiten wusste, löste die Schilderungen der Zeitzeugen, denen selbst heute noch, inzwischen zum Teil hoch betagt, in der Erinnerung an ihre traumatischen Erlebnisse vor über 65 Jahren die Stimme versagte, bei den Zuschauern Beklemmung aus. Das unsinnige Vernichten allen Lebens mit furchtbar brutalen Begleiterscheinungen, die Konfrontation mit dem allgegenwärtigen Tod, von Not und Leid und Elend in der eigenen Familien, bei Freunden Nachbarn und Bekannten, übertrug sich auf das Gemüt des mitleidenden Publikums.

Selbst die nüchterne Statistik Peter Hubers bekam für den Zuhörer nun andere, brutalere Dimensionen. 900 Sprengbomben hatten die Gebäude „geöffnet“, in die 50.000 Stabbrandbomben regneten. Bruchsal hörte auf zu existieren. Fast 1.000 Menschen wurden Opfer der alliierten Bomberverbände, erschlagen durch einstürzende Gebäudeteile, die Lungen zerrissen durch die gewaltigen Druckwellen der Sprengbomben, verbrannt oder erstickt durch die jeglichen Sauerstoff raubenden Feuerstürme, dem nach verbranntem Fleisch riechenden schwarzen Rauch oder durch das Kohlenmonoxid, das unsichtbar und unriechbar durch die Schutzräume in den Kellern waberte.

Der militärische Erfolg war gleich Null, weil die Verbände der Alliierten schon am Rhein standen und das Donnergrollen der Artelleriegeschütze bereits täglicher Begleiter der Zivilbevölkerung war. er am Schluss der Filmvorstellung laufende Trailer gab den vielen Hundert Opfern Identität, unter denen die in Kronau geläufigen Namen wie Bechtler, Dammert, Heß und Mächtel besonders auffielen.

Die in Kronau bekannte Geschichte der Mitbürgerin, die den Leichnam ihres Mannes, der ebenfalls Opfer des Bruchsaler Infernos wurde, mit dem Leiterwagen heimholte, zeigte die Leidensfähigkeit der kriegsgeplagten Bevölkerung.
So gesehen gewann der Ausspruch Karl Friedrich von Weizsäckers, „Frieden zu bewahren, ist die Aufgabe unserer Zeit!“. welcher den Film beschloss, die wahre Bedeutung.


Sanierung und Versetzung des Kreuzes in der St. Leonerstraße

22.06.2010 - (von Frieder Scholtes) Dem Kronauer Heimatverein ist die Pflege der Kleindenkmale eine Herzensangelegenheit. Nach bereits abgeschlossenen Maßnahmen um den Bereich des Kriegerdenkmals und des Waldkreuzes, sorgt sich der Heimatverein nunmehr um das Sandsteinkreuz in der St Leonerstraße, das zur Zeit nicht das beste Bild abgibt. Deshalb stellte der Heimatverein den Antrag, das Sandsteinkreuz um wenige Meter zu versetzen und sanieren zu dürfen. Dem Kreuz, das derzeit auf dem Gehweg steht, ist eine kleine Grünanlage mit Spielplatz benachbart. Der Zaun zur Schaffung eines neues Standorts für das Kreuz soll um ca. zwei Meter nach hinten versetzt werden, um dem Kreuz einen neuen würdigen Standort innerhalb der Grünanlage zu geben. Der unansehnliche und auch nicht originäre Betonsockel wird entfernt und um das Kruzifix eine kleine Anlage gestaltetet. Durch das Versetzen des Zauns wird das Kreuz auf seinem künftigen Standort weiterhin zugänglich aber abseits des Gehweges und damit des öffentlichen Verkehrsraumes.

Der Gemeinderat folgte in seinem einmütigen Votum den Vorstellungen des Heimatvereins, der die Sanierung in Eigenarbeit vornehmen und sogar finanzieren will. Lediglich für die Arbeiten mit schwerem Gerät und beim Versetzen des Zaunes ist die Hilfe durch den Gemeindebauhof erforderlich. Die Firma Klaus Hillenbrand wird den Verein auch hier wie bei den vorangegangenen Sanierungen fachkundig begleiten.

Das Angebot des Heimatvereins war natürlich Musik in den Ohren des Bürgermeisters und der Ratsmitglieder. Alle freuten sich über die Initiative des Heimatvereins und lobten dessen Engagement. Soviel Gemeinsinn fand über die Fraktionsgrenzen hinweg die einhellige Zustimmung des  gesamten Gemeinderates.

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Voller Erfolg der 3. Schlepper-Oldtimer Show des Heimatvereins

17.05.2010 - (von Frieder Scholtes) Nutznießer des seit langem ersten schönen Frühsommertags war der Heimatverein Kronau bei seinem 3. Schleppertreffen auf dem Vereinsgelände Mühlhaag.

Vom Frühschoppen bis zum Abendbrot bot der emsige Traditionsverein unzähligen interessierten Besuchern beste Unterhaltung rund um die Nostalgiefahrzeuge und vorzügliche Verpflegung. In Reih und Glied hatten die Kronauer Traditionalisten unzählige Oldtimer aus der Sparte Landwirtschaft aufgereiht. Eine Sonderschau über die Brennholzaufbereitung früher und heute, rundete die Oldie-Ausstellung ab. Das älteste Vehikel der Schau kam auch aus diesem Bereich - fast exotisch anmutend, robust in der Ausführung und hundertfach bestaunt und bewundert. Es war eine alte Sägemaschine aus dem Jahr 1928 mit flachem Tonnendach, ausladendem Sägetisch, mächtigen gusseisernen Schwungrädern und schlackerndem gekreuztem Transmissionsriemen. Die gewaltigen Rußwolken, die der kraftvolle Dieselmotor beim Anlassen nach angemessener Vorglühzeit ausstieß, entsprachen jedoch keiner heute gültigen EU-Norm und erinnerten den Betrachter daran, dass auch die gute alte Zeit nicht nur Glanz und Gloria hervorbrachte.
Mit zu den Stars der Bulldogparade gehörten die gelungene Restauration eines Schleppers durch die Familie Veit aus Kronau und eine einzigartige Moto-Guzzi mit kippbarem Lastenanbau, in vielen Einzelteilen in Italien gefunden und liebevoll von den Veits instand gesetzt. Staunende Gesichter hinterließen alle Oldies bei Jung und Alt, aber auch die riesigen, fast stockwerkhohen Schlepper der jüngeren Geschichte.

Vor allem die Kinder nutzten die Mitfahrgelegenheiten in den landwirtschaftlichen Monstren und einem wendigen Kettenkrad, das von seinem Besitzer mit klirrenden Ketten durchs Gelände gejagt wurde. Gerne nahm auch der Chef des Veranstaltervereins Josef Wittek, selbst begeisterter Nebenerwerbslandwirt, viele kleine Gäste an Bord seines modernen Deutz-Fahr Schleppers und fuhr mit Ihnen so manche Platzrunde.

Wittek war mit dem Verlauf der Veranstaltung mehr als zufrieden, wie er bei der Ehrung des ältesten Fahrzeugs (Sägemaschine von Christan Lörch aus St. Leon) unisono mit Bürgermeister Jürgen Heß erklärte. Dieser zeichnete auch den weitest angereisten Schlepperbesitzer Walter Deck aus, der aus dem pfälzischen Böhl-Iggelheim angetuckert kam.

In diesem Zusammenhang bedankte sich das Ortsoberhaupt bei den umtriebigen Mitgliedern des Heimatvereins für ihre fruchtbare Arbeit zum Wohl des Kronauer Gemeinwesens und für ihren unermüdlichen Einsatz um den Erhalt der Kronauer Kleindenkmale.

Sieger des Geschicklichkeitswettbewerbs wurde Henning Vetter aus Östringen, der seinen Traktor auf einer Wippe aus massiven Holzbalken sekundenlang in der Schwebe hielt.

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Schilder vom Heimatverein übergeben

29. März 2010 Kronau (scho) „Des isch mol äbbäs Gud´s“, lobte der vorbei radelnde Adolf F., der Zeuge wurde, als der Heimatvereinsvorsitzende Josef Wittek die grossflächige, bunt bedruckte Hinweistafel vor dem Neubau des Rathauses an Bürgermeister Jürgen Heß übergab.

schild_kleindenkmaelerSelbst die älteren Einwohner, so äusserte der interessierte Zuschauer, kennen manchmal nicht mehr die Standorte der Kleinode und Kleindenkmale, die auf der gesamten Kronauer Gemarkung verteilt und oft sogar gänzlich in Vergessenheit geraten sind.
Um dem entgegenzuwirken, hat der Heimatverein zwei der Tafeln - die Zweite wird nach Ostern beim Einkaufszentrum installiert - in Auftrag gegeben, diese nach dem Druck mit einem eisernen Rahmen versehen und nun an repräsentativer Stelle aufgestellt.
Der Bürgermeister zeigte sich erfreut über dieses Geschenk und dankte dem Heimatverein für dessen grosses Engagement für die Erhaltung und Pflege der Kleindenkmale.
„Für unsere Vorfahren“, so sagte der Bürgermeister, „waren Kreuze, Steinbilder und Kapellchen markante Wegweiser unserer Gemeinde. Diese zu erhalten ist eine grosse Aufgabe, der sich der Heimatverein dankbarer Weise angenommen hat“.

Den Dank gab Josef Wittek gerne an diejenigen weiter, die mit der Hinweistafelaktion betraut waren. Er dankte der Fa. Schwegler, Spechbach für die Herstellung der Schilder, Frieder Scholtes und Theo Gassner für die gelungenen Fotos, letzterem auch für den Entwurf der Tafel und die Mithilfe beim Bau des stabilen Rahmens.
Nicht vergessen werden darf der Vorsitzende selbst, der Motor dieser Aktion war. Sowohl der Bürgermeister, als auch der Vorstand dankten all den vielen freiwilligen Helfern, die sich seit vielen Jahren der Pflege und Betreuung der Kleindenkmale widmen und somit für deren schönes Erscheinungsbild verantwortlich sind.

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Übergabe Kriegerdenkmal, Waldkreuz und Hinweistafeln über die Kleindenkmale in Kronau.

16. März 2010 Kronau (scho) „Kriegskunst hinterlässt die meisten Denkmäler“, sagte einst Emil Baschnonga. Eines davon ist das Kriegerdenkmal, das in Kronaus Ortsmitte die Einwohner und Durchreisenden mahnt, der Opfer des 1. Weltkrieges zu gedenken.
Der Heimatverein Kronau hat es sich zur Aufgabe gemacht die Kleindenkmäler in Kronau zu erhalten, zu pflegen und zu renovieren.

In höchstem Maß ist dies bei der Renovierung des Kriegerdenkmals und des Waldkreuzes gelungen, die beide am Dienstag der Gemeinde im neu erstrahlenden Outfit übergeben wurden.
Der Heimatvereinsvorsitzende Josef Wittek, stetiger Motor in Sachen Denkmalerhalt, hatte die Beteiligten zu einer kleinen Feierstunde eingeladen.

An Ort und Stelle erzählte Kronaus Bürgermeister Jürgen Heß von der Entstehungsgeschichte der steinernen und ehernen Zeitzeugen und von Ursachen und Erlebnissen, die zur deren Entstehung führten.
Zum einen das Kriegerdenkmal, das nicht nur dem Andenken an die Toten gewidmet war, sondern auch der Heroisierung der Gefallenen durch das diktatorische Machtgefüge im 3. Reich diente.
Die Errichtung des Gefallenendenkmals in Kronau wurde noch vor dem 2. Weltkrieg im Jahr 1936 vom damaligen Bürgermeister Friedrich Heß initiiert und mit großem Bahnhof enthüllt, übergeben und eingeweiht.

Dagegen steht die tiefe Frömmigkeit der Altvorderen, die ihrem Schöpfer gegenüber Gelübde abgelegt hatten und für Glück, Verschonung von Not und damals verbreitetem Elend die Kapellen, Kreuze und Bildstöcke erstellten.
Das Waldkreuz wurde im Jahr 1884 vom Kronauer Bürger Vinzens Heilmann gestiftet.
Auch hier initiierte der Heimatverein die Renovierung durch Mitglieder des Heimatvereins und Mitarbeiter des Gemeindebauhofs. Maßgeblich beteiligt waren auch der örtliche Steinmetz Klaus Hillenbrand, der Malerbetrieb Heinz Weindel, der Lackiererbetrieb Edwin Hees sowie das handwerkliche Universaltalent Theo Ritschel.
Die gärtnerische Gestaltung und Beratung hatte die Gärtnerei Dosch übernommen.

Jürgen Heß bedankte sich beim Heimatverein, aber auch den beteiligten Firmen und Privat-leuten, dass diese gerade jetzt Aufgaben übernehmen, die der klamme Gemeindehaus-halt zurzeit nicht hergibt. Alle hatten auf eine Entlohnung verzichtet und lediglich die Mate-rialkosten veranschlagt.
Das Engagement des Heimatvereins lobte auch der Mitarbeiter lobte auch der Mitarbeiter der GEEK (Gesellschaft zur Erforschung und Erhaltung von Kleindenkmalen) Günter Meier.
Auf die Kronauer Sehenswürdigkeiten und Denkmale weisen auch zwei großformatige Tafeln hin, die ebenfalls vom Heimatverein her- und aufgestellt wurden. Die Standorte beim Rathaus und beim Einkaufszentrum sollen Ausflügler und Durchreisende auf die Kleinode aufmerksam machen.

„Unsere Zukunft braucht die Erinnerung“, sagte Jürgen Heß, „deshalb darf ich dem Heimatverein und allen Beteiligten für ihr großzügiges und großartiges Handeln danken“.

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Beständigkeit durch Zufriedenheit - Heimatverein bestätigt Vereinsspitze

08.03.2010 - (von Frieder Scholtes) Rundum zufrieden zeigten sich die Mitglieder des Heimatvereins Kronau, der in seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag, Rechenschaft über seine vielfältigen Tätigkeiten ablieferte. Dazu konnte der Vorsitzende Josef Wittek auch Bürgermeister Jürgen Heß begrüßen, der vor 10 Jahren den Verein initiiert hatte.

Die Versammlung gedachte seiner verstorbenen Mitgliedern, stellvertretend nannte Josef Wittek, Altbürgermeister Heinz Hochadel, Helga Moch und Adolf Fuchs.

Der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden war so umfangreich wie die Vorhaben, die der Verein, allen voran die emsige Vorstandschaft und seine überaus erfolgreiche Theaterfraktion, initiiert und abgewickelt hatte.
Aus der Vielfalt der Maßnahmen nannte Wittek die Tätigkeiten rund um die Pflege der Kleindenkmale. Hierbei waren besonders die Renovierung des Kriegerdenkmals und des Waldkreuzes sowie die Neugestaltung der Anlagen um diese Kleinode.
Die Theatertage, die von den Mitgliedern des Ensembles den größten Einsatz forderten, waren auch im zehnten Spieljahr ein voller Erfolg.
Die turnusgemäßen Aufgaben wie die Werzwischweihe, die Präsentation des Vereins beim Heidigfest, der Vortrag des Historikers Dr. Werner Streckfuß über das Jahr 1933 und die Teilnahme an der Ferienspaßaktion, wurden noch ergänzt durch die Arbeiten rund um das zehnjährige Jubiläum und die damit verbundene Erstellung eines Festbuches durch den 2. Vorstand und Wirtschaftsausschussvorsitzenden Thorsten Moch.

Der Bericht der Theaterchefin Birgit Gassner zeigte das umfangreiche Arbeitspensum der Akteure im Gesamtumfeld der Aufführungen. Ihre Mitarbeiter waren zumeist in Doppelfunktionen auch mit dem Kulissenbau, der Verpflegung des Publikums, der Programmgestaltung, dem Bearbeiten des Rollenbuches, der Kostümbeschaffung und vielen anderen Aufgaben mehr als ausgelastet.
Der Erfolg gab den Theaterleuten Recht, wie der Hauptkassier des Heimatvereins Nico Vurnik ausführlich und eindrucksvoll in seinen Ausführungen über die Vereinsfinanzen belegte.
Seine transparente, korrekte und umsichtige Kassenführung wurde von den Kassenprüfern Rolf Acker und Roland Just besonders gelobt und gewürdigt. Sie war mit ein Grund zur allgemeine Zufriedenheit und die einstimmige Entlastung, die von Jürgen Heß beantragt und der Versammlung einstimmig ausgesprochen wurde.
Der Bürgermeister würdigte die Arbeiten des Vereins. „Heimatverein und Gemeinde müssen gut zusammen arbeiten, bei uns in Kronau funktioniert es einfach“, lobte das Ortsoberhaupt.
Jürgen Heß informierte über die Auswertung der städtebaulichen Begutachtung „Forstgarten“ durch sechs Fachbüros, deren Ergebnis ab dem 23. März der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Bei den folgenden Neuwahlen wurden alle bisherigen Mandatsträger; mit Ausnahme von Uta Türmer, die ihr Amt als Schriftführerin aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellen musste und Herr Helmut Braunecker nachfolgt, einstimmig wiedergewählt.
Der neue (alte) Vorsitzende gab einen Ausblick auf die umfangreichen Vorhaben des Vereins, die bereits in der kommenden Woche mit einem Glanzlicht (Übergabe der renovierten Kleinode Kriegerdenkmal und Waldkreuz, sowie Anbringung der Verzeichnistafeln über die Kleindenkmale an die Gemeinde) beginnen.
Im Punkt Verschiedenes wurden hauptsächlich Fragen um die Renovierung von Historischen Geräten und Maschinen behandelt.

„Der Massnahmenkatalog ist wieder sehr umfangreich“ sagte Josef Wittek, „es gibt viel zu tun, wir alle sind gefordert“
Die neu gewählte Vorstandschaft des Heimatvereins im Überblick:

1. Vorsitzender

Josef Wittek

2. Vorsitzender

Thorsten Moch

Mitglied kraft Amtes

Bgm Jürgen Heß

Schriftführer

Helmut Braunecker

Kassier   

Niko Vurnik

Beisitzer

Irmgard Gaßner, Theo Gaßner, Manfred Haas

Wirtsch.ausschuss

Thorsten Moch, Resi Lang, Andrea Schwager, Ellen Vetter, Norberta Kohout

Leiterin Theatergruppe

Birgit Gaßner

Kassenprüfer 

Rolf Acker, Roland Just

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Heimatverein ehrt fast 100 Mitglieder beim 10-jährigen Jubiläum

08.02.2010 - (von Frieder Scholtes) „Noch ein Verein“, so dachten viele Kronauer, als sie im Februar 2000 von der Absicht hörten, dass ein Heimatverein in die vielfältige Kronauer Vereinslandschaft integriert werden sollte. Auch Josef Wittek als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Kronauer Vereine, dachte zunächst so und selbst Bürgermeister Jürgen Heß, der die Gründung veranlasste hatte, war nicht ganz ohne Bedenken. Aber der Erfolg zerstreute schnell alle Befürchtungen, denn schon in die Teilnehmerliste der Gründungsversammlung trugen sich 24 Personen ein und binnen Jahresfrist waren bereits 94 Vereinsmitglieder zu verzeichnen. Der Bürgermeister war damals vom Gedanken beseelt, dass man dem Heimatgedanken in Kronau sprichwörtlich eine Heimat geben müsste. „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“, zitierte das Ortsoberhaupt in seiner Festansprache Herbert Grönemeyer.

Wie sehr dieses Gefühl in Kronau verwurzelt ist, bekräftigte der Heimatvereinsvorsitzende Josef Wittek, der am Jubiläumstag 267 Mitgliedern vorsteht. Heribert Rech, MdL und Innenminister des Landes Baden Württemberg war der prominenteste Gast der Jubiläumsfeier. „Heimat ist für die Menschen notwendig, sie ist nicht nur etwas Körperliches, sondern tief in den Menschen verwurzelt. Der Heimatgedanke ist in Kronau noch ganz besonders ausgeprägt, wie ich meinem stetigen Studium des Kronauer Mitteilungsblattes entnehmen kann“, sagte der Innenminister und überbrachte nicht nur seine Glückwünsche, sondern auch eine ausgefüllte Beitrittserklärung.

Grußworte sprach auch Pfarrer Bernd Kempf, der dem Verein für die Wiederbelebung des kirchlichen Brauchtums, wie der „Weihe der Werzwische“ und der Herausgabe des Werzwischbüchleins dankte. Mit der Einführung der Seelsorgeeinheit würden sich für den Verein auch in diesem Bereich neue Aufgaben erschließen, mutmaßte der Geistliche. „Der Heimatverein ist ein sehr rühriger Verein mit vielen selbst auferlegten Aufgaben. Diese sind vielfältig und alle von großer Bedeutung“, sagte Bürgermeister Heß und ging in seinem Rückblick auf die ersten Anfänge des Vereins unter dem damaligen Vorsitzenden Roland Just ein.

Schon wenige Monate nach der Gründung hatte der Heimatverein eine Ausstellung zum Tag des offenen Denkmals auf die Beine gestellt. Wenig später brachte der Heimatverein ein Volkstheater auf die Bretter der Mehrzweckhallenbühne. Mit dem Premierenwerk „En Monn vor d`Ros´l“ wurde das Heimattheater mit dem späteren Namen „Krunämä mit Kuddl un Labbä“ gegründet, das in eine einzigartige Erfolgsgeschichte mündete. Auf die Fahne geschrieben haben sich die Mitglieder auch den Erhalt der Krunämä Muddersproch und viele urkrunämärische Ausdrücke, die in einem Buch festgehalten sind.

Das Ortsippenbuch von Josef Seitz und Niko Vurnik führte die Kronauer auf die Spur ihrer Altvorderen und hauchte der örtlichen Ahnenforschung Leben ein. Ein Schleppertreffen wurde in den jährlichen Terminkalender integriert und der ausgebaute Speicher der alten Schule zum Vereinsdomizil ausgebaut. Einen großen Wunsch haben die emsigen Mitglieder schon vor längerer Zeit beim Bürgermeister und Gemeinderat geäußert, die Übernahme des Forsthauses z.B. als Heimatmuseum. „Die Gemeinde überprüft dies im Rahmen der Verplanung des Forsthausareals als eine Möglichkeit“, versicherte das Ortsoberhaupt. Aber auch volksbildungsmäßig ist der Verein unterwegs. Etliche Vorträge von Dr. Werner Streckfuß über die fernere und jüngere Geschichte Kronaus fanden eine interessierte Zuhörerschar. Eine riesengroße und finanziell anspruchsvolle Aufgabe hat sich der Heimatverein mit der Erhaltung und Instandsetzung der Kronauer Kleindenkmale gestellt. Zipperlins Grabstein, Kreuz und Gedenkstein auf dem Friedhof, das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte und jüngst das Waldkreuz wurden auf Kosten des Vereins restauriert, wobei die Vereinsmitglieder in viel Eigenleistung selbst Hand anlegten. Die Kleindenkmale zu dokumentieren, sie in den Köpfen der Bürger zu halten und sie Fremden zu erschließen, das ist ein ganz besonderes Anliegen. Zwei Hinweistafeln, die in der Ortsmitte und beim Einkaufszentrum angebracht werden, übergaben Josef Wittek und dessen Vertreter Thorsten Moch, der auch die Moderation des Abends übernommen hatte, an Bürgermeister Jürgen Heß.

Mit Dank und Anerkennung bedachte der Heimatverein beim Ehrungsabschnitt schließlich 21 Gründungsmitglieder und 72 Getreue, die bereits im Entstehungsjahr beigetreten sind. Die Alphornbläser Theo Ritschel, Andreas Ritschel und Burkard Kehrer sorgten für die musikalische Umrahmung des Festabends. Mannigfaltig sind die weiteren Aufgaben, die sich der Heimatverein gestellt hat und großartig ist der Zusammenhalt der Mitglieder. Für sie, wie auch für den Laudator Jürgen Heß gelten die Worte von Horst Bienek: „Heimat kann man nicht vererben, sie ist in meinem Kopf und sie ist in meiner Seele“. Bei vielen guten Gesprächen und einem vortrefflichen Buffet sowie köstlichem Flüssigen wurden diese Gedanken vertieft.

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Jahr 2009

Bericht
Zäh Johr „Krunämä mit Kudd´l und Labbe

12.11.2009 - (von Frieder Scholtes) „Allä Johr widdä“ so hieß ein Theaterstück 2007 und alle Jahre wieder, sind in Kronau und der näheren Umgebung am vorletzten Novemberwochenende viele Freunde des Kronauer Mundart-Theaters „Krunämä mit Kudd´l un Labbä“ elektrisiert. So auch heuer, wenn es am 21.11. wieder „Bühne frei und Vorhang auf“ für die Premiere des Dreiakters „Än Krunä isch schee wuhnä“ heißt. Zum zehnten Mal erfährt das nahezu unveränderte Ensemble eine riesige Publikumsresonanz, welche die Plätze in der Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz füllt. Das war bereits beim ersten „Vorhang Auf“ im Jahr 2000 so, als Birgit Gassner, Uta Zimmermann (jetzt Türmer), Thorsten Moch, Maria Heß und Josef Wittek, die bis heute noch dem Ensemble angehören, ihr Debüt auf der Kronauer Heimatbühne gaben. „Än Monn fod Rosl“ wurde damals gesucht und die Umstände der Kuppelei-Bemühungen brachte damals halb Kronau zu Wiehern.

Um gestörte zwischenmenschliche Beziehungen, die mit viel Wortwitz und Klamauk gekittet wurden, um Raffgier und Bauernschläue ging es schließlich in fast allen Stücken, die aufgeführt wurden.  „Der 80. Geburtstag“ bestätigte die Theatergruppe, bei der nun Helmut Braunecker debütierte, in ihren Bemühungen das Mundarttheater fortzuführen, ebenso wie die folgenden Stücke „Liwä liejä wie fliejä“ (2002) und „S´kummt immä anäscht, wie mä denkt“ (2003). Seit diesem Jahr firmiert die Theatergruppe auch unter dem Namen „Krunämä mit Kudd´l un Labbä“.

Den Rathauschef mit „Bulldogfimmel“ mimte Josef Wittek 2004 im Stück „Sie isch do inkognito“, in dem sich die Darsteller einmal mehr mit ihren altdialektischen Raritäten übertrafen.  Auch im wirklichen Leben ist der Kronauer Bürgermeister, der allerdings Jürgen Heß heißt, ein eingefleischter Anhänger der „Muddersproch“. Deshalb übernahm er nicht nur seit Beginn der Theateraufführungen die Schirmherrschaft über die Veranstaltungen, sondern war, zusammen mit seiner Frau Nadja (zwei echte Krunämä mit Kudd´l un Labbä), auch im Arbeitskreis für das Mundartbuch des Heimatvereins, „Grunämärisch - des isch unsä Sprooch“, aktiv.

Mit einer dritten Aufführung wurde der Heimatverein im Jahr 2004 der großen Nachfrage durch das Publikum gerecht. Die Theateraufführungen hatten inzwischen Kultstatus erreicht, die Schauspieler hatten sich längst in die Herzen der Theatergemeinde gespielt. Publikumsliebling Josef Wittek sah das so. „Eigentlich habe ich am Anfang nur für drei Theaterjahre zugesagt, aber das Ganze hat mir sehr viel Spaß gemacht, da hab ich noch keinen Gedanken ans Aufhören verschwendet“.

Im Jahr 2005 wurden die Mundartfreunde mit dem Stück „Der Speck muss weg“ in eine Kurklinik entführt, 2006 in „Nie widdä Theadä“ in die Dramaturgie eines ganz normalen, aber boshaften Familienlebens. Wolfgang Ramp war der Neue in der Theatercrew.
In Weihnachtsstimmung kamen die Zuschauer beim Dreiakter „Allä Johr widdä“, ob der gnadenlosen, teils zynischen, unglaublich direkten Wortwahl („Du hosch ä Saulapp“) erst gegen Ende des Stücks, als sich alles in Friede – Freude -  Eierkuchen - aufgelöst hatte und Ensemble, in welchem erstmals Marleen Strominski mitspielte, und Publikum das Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“ anstimmten.

„Wer hot Milljune än Krunä“ lautete die Frage im vergangenen Jahr, als die Zwerchfelle der Besucher Hochleistungssport zu betreiben hatten und die Darsteller Gier triefende Figuren zu verkörpern hatten, was allen prächtig gelang, fast wie im täglichen Leben eben.
Überhaupt liegt der große Erfolg des Kronauer Mundarttheaters an der Perfektion, mit der sich die Darsteller in ihren Rollen leben. Schlagfertigkeit, Bauernschläue, Schadenfreude, gemixt mit viel Mutterwitz, das ist der Erfolg für zehn „Krunämä mit Kuddl un Labbä“ und Grund genug „fär en odentliche Graddl“.

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Bericht
Restaurierung Waldkreuz - Kruzifix unter neuem Dach

26.10.2009 - (von Frieder Scholtes) Ein neues glänzendes Kupferdach bekam der Korpus Christi des Waldkreuzes im Gewand Grund. Gerade in der Vorwoche wurde das Kleinod an gleicher Stelle vorgestellt. Heute können wir über die gelungene Restaurierung des Denkmals berichten. Der Heimatverein stellte das Material zur Verfügung, das von Theo Ritschel in mühevoller Kleinarbeit zu einem Dach verarbeitet wurde. Das alles machte der überaus talentierte „Hobbyspengler" zur Ehre Gottes in seiner Freizeit. Den Sockel des Kleindenkmals restaurierte derweil der Kronauer Restaurator und Steinmetz Klaus Hillenbrand, indem er in diverse Bohrlöcher Steinhärter füllte und die Löcher mit Sandsteinmaterial wieder verschloss.
Auch die Bolzen, die den Korpus halten sollen wurden neu befestigt, der Körper des Gekreuzigten wird in den nächsten Tagen wieder angebracht.

Um die Anlage zu vollenden werden um Sockel und Kreuz in den nächsten Wochen Sandsteinplatten gelegt.
Damit ist der Heimatverein seinem Anliegen die Kronauer Kleindenkmale zu erhalten wieder ein Stückchen näher gekommen.

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Zipperlins Gedenkstätte aufgewertet

(von Frieder Scholtes) „Frisch und grün wie des Waidmanns Farbe“ sollte das Gedenken an den Forstgehilfen Sebastian Zipperlin bleiben, der am Dreikönigstag 1827 von einem unerkannten Wilderer erschossen wurde. So gebietet es die Inschrift auf dem kleinen Mahnmal am authentischen Tatort im Kronauer Wald, dessen gruseliger Hintergrund längst einer wildromantischen Idylle gewichen ist. Dies erkannten auch die beiden Unternehmer-Ehepaare Hubert und Maria Zimmermann und Emil und Gabriele Klumpp beim sonntäglichen Spaziergang. Aber was fehlte, um angenehm verweilen und sich angemessen für den Rückweg stärken zu können, war ein Tisch zwischen den schon vorhandenen Bänken. Der Mangel wurde erkannt und nach Rücksprache mit den zuständigen Gremien umgehend beseitigt. Ein stabiles Möbelstück, das auch etwas opulenter angereicherten Pausen standhält, wurde umgehend gefertigt und der Allgemeinheit zum Wohle gespendet. Das war ein Grund für den Heimatverein und die Gemeindeverwaltung den großzügigen Spendern herzlich zu danken.

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Heimatverein Kronau - Werzwisch zur Kräuterweihe

(von Ismene Heß) Der Heimatverein Kronau möchte auch in diesem Jahr an die alte Tradition erinnern: Die traditionelle Kräuterweihe. Es geht dabei um den jahrhundertelang praktizierten Brauch, zu Maria Himmelfahrt sich einen „Werzwisch“, also ein Kräutergebinde zu fertigen. Mitglieder des Heimatvereins werden ihre zuvor gefertigten „Werzwisch“ am 15. August um 19.00 Uhr in die katholische Pfarrkirche „St. Laurentius“ bringen, wo im Rahmen des Gottesdienstes zu Maria Himmelfahrt auch eine Kräuterweihe stattfindet.
Schon im vergangenen Jahr realisiert, hat der Heimatverein eine Broschüre herausgegeben, die quasi als Anleitung für die Herstellung eines „Werzwisches“ dienen kann. Die Inhalte wurden durch die Mitglieder des Arbeitskreises „Werzwisch“ zusammengetragen. Die Broschüre widmet sich zunächst in einem kleinen Abschnitt allgemeinen Definitionen zum Begriff, der Bedeutung und der Herkunft des „Werzwisches“. Anschließend werden insgesamt 36 Kräuter in Text und Bild dargestellt, von „A“ wie Arnika bis „Z“ wie Zitronenmelisse.
Die Broschüre, die zu einem Selbstkostenpreis von 4,50 Euro erworben werden kann, wird vor und nach dem Gottesdienst zu Maria Himmelfahrt vor der Pfarrkirche „St. Laurentius“ in Kronau von den Mitgliedern des Heimatvereins angeboten.

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Kriegerdenkmal wird neu gestaltet - Heimatverein erbringt Eigenleistung

(von Andreas Henninger) Wer in diesen Tagen am Kronauer Kriegerdenkmal in der Kirrlacher Straße vorbeikommt bemerkt dort eifrige Arbeiter. Es handelt sich um die Mitglieder des Heimatvereines, die unter der Regie des Gemeindebauhofes um Maurermeister Helmut Tropf eine Umgestaltung des Bereiches um das Kriegerdenkmal vornehmen. Zunächst wurde das Geländer entfernt, nach seiner Sanierung wird es wieder angebracht. Das Pflanzbeet und die beiden Platanen bleiben ebenfalls erhalten. Ersetzt wird jedoch der Asphalt im Gehwegbereich durch ein hochwertiges Natursteinpflaster, das farblich gut zum roten Sandstein des Denkmals passt.
Das Denkmal selbst wird abgestrahlt, danach wird die Oberfläche mit speziellen Materialien behandelt. Dem fertig gestalteten Bereich soll anschließend eine Sitzbank folgen, die zum Verweilen einlädt.

„Die Finanzierung der Umgestaltung übernimmt der Heimatverein, ausserdem machen unsere Mitglieder so viel wie möglich selbst“, so deren Vorsitzender Josef Wittek.

Bürgermeister Jürgen Heß freut sich über dieses Engagement und spricht dem Heimatverein anlässlich der Baustellenbesichtigung bereits den Dank der Gemeinde und der Bevölkerung aus.

Weitere Presseberichte auf auf der Homepage der Gemeinde Kronau

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